Südtirol, Dolomiten und Rückreise

Pragser Wildsee, Panorama von oben

Campingplatz Olympia

Es war eine entspannte Anfahrt von Österreich nach Italien. Wir waren in Toblach auf dem Campingplatz Olympia. Dieser liegt knappe 20km nach der Grenze in Südtirol. Der Platz ist schon etwas älter, was man an dem Sanitärhäuschen auch gut erkennen kann – immerhin ist duschen wieder inklusive. Es gibt auch noch ein zweites neueres und helleres Häuschen. Vom Preis her, war es mit über 50€ für 2 Erwachsene ein Kind und Hund am teuersten auf unserer Reise. Dafür gibt es aber auch ein Pool. Da wollte Lisa dann auch als erstes nach der Ankunft rein.

Direkt auf dem Platz gibt es eine Bar mit überdachter Terrasse. Auf der Terrasse ist eine kleine Bühne, auf der dann auch jeden Abend wechselndes Programm angeboten wird. Angeboten wird: Täglich 21 Uhr Kindertanzen, mal schnulzige Italiener, die Songs covern, oder ein Karaoke Abend, der an Zeltlager erinnert.

Blick auf Dolomiten bei Sonnenuntergang

Blick vom Campingplatz auf die Dolomiten

Landschaft und Wandern

Wandern war auch in den Dolomiten etwas eingeschränkt. Entweder spielte das Wetter oder Lisa nicht mit. Die Gegend ist wirklich beeindruckend und hat eine Menge zu bieten. Aber dazu gleich mehr.

Mit dem Wetter ist das ja auch immer so eine Sache in den Bergen, ist sehr wechselhaft. Wir wollten in Cortina d’ Ampezzo eigentlich auf den über 3000 Meter hohen Berg, von dem man bei gutem Wetter bis nach Venedig schauen kann. Bei Ankunft war der Berg aber in Wolken eingehüllt und Regen meldete sich an. Die Berg/Talfahrt hätte uns 60€ gekostet. Das war uns dann für die voraussichtlichen Aussichten zu teuer.

Als Ersatz haben wir uns dann die schöne Stadt angeschaut.
Was man gar nicht mehr gewöhnt ist, dass die Geschäfte über Mittag bis 15:30 Uhr geschlossen haben! Wir hatten uns überlegt die 60€ in einen Fotoapparat für Lisa zu investieren. Ihre alte Kamera von mir hatte nun doch mal den Geist aufgegeben. Ich hatte erst überlegt eine Gebrauchte zu kaufen, aber für 85€ gibt es schon die Nikon A10. Ich finde, man kann besser eine günstige Standartkamera für Kinder nehmen als diese komischen extra für Kinder entworfenen Dinger. War eine gute Entscheidung, Lisa hatte den restlichen Urlaub eine Menge Spaß. Vor allem mit der neu entdeckten Möglichkeit, Videos auf zu nehmen.

Mädchen mit Kamera in Cortina d’ Ampezzo

Dolomiten und die Drei Zinnen

Bei Dolomiten habe ich immer sofort das Motiv der „Drei Zinnen“ vor Augen. Wir sind gleich am ersten Tag nach der Anfahrt zu den „Drei Zinnen“ gefahren, da auch das Wetter gut bleiben sollte. Man kann mit dem Auto bis an eine Hütte direkt auf die Südseite der Zinnen fahren. Die Fahrt ist aber mit 25€ recht teuer. Was aber anscheinend kaum jemand abhält, der Parkplatz und Wanderweg war proppenvoll! Ich persönlich mag eigentlich nicht so gerne diese überlaufenden Orte und wandere lieber ruhig und alleine.

Der Rundweg um die Zinnen ist ca. 8-9 km lang und dauert ca. 3 Stunden. Das wirklich schöne Motiv von den drei Zinnen bekommt man von der Nordseite. Von der Südseite ist man sehr nah dran und man kann nicht das ganze Panorama sehen. Wobei man dazu sagen muss, dass das Panorama ringsum schon sehr beeindruckend ist.

Nun gut – 9 km sollte für Lisa inkl. Kraxe-Trage-Einheiten ja wohl möglich sein. Nö. Wir haben es nur bis zur östlichen Seite geschafft. Lisa wollte nicht mehr laufen. Ich hätte sie also dann noch ca. 7km mit der Kraxe tragen müssen. Darauf hatte ich wiederum keine Lust. Ich war froh, dass meine Rückenschmerzen wieder weniger waren. Somit gingen wir, nach einer kurzen Pinkelpause an der Hütte, den selben Weg wieder zurück (Lisa nicht, die saß ja in der Kraxe).

Pragser Wildsee

Um den Pragser Wildsse sind es ca. 5km zu laufen. Es lohnt sich um den See herum zu laufen, da es auf einer Seite recht weit nach oben geht. Somit hat man einen wunderschönen Blick von oben auf den See mit dem Bergmassiv im Hintergrund. Auch hier sind aber wieder viele Touristen.

Helm

Endlich mal mit der Gondel auf einen Berg. Um etwas Geld zu sparen, haben wir uns die „3 ZINNEN MOUNTAIN CARD“ gekauft. Für 36€ pro Person kann man innerhalb von 4 Tagen an 3 Tagen sooft mit den Seilbahnen fahren, wie man möchte. Nach drei Fahrten hat man das Geld wieder raus. Leider war die Karte nicht für den 3000er in Cortina d’ Ampezzo gültig, was wir dann aber auch erst vor Ort enttäuschend erfahren haben.

Auf dem Helm hat man eine super Aussicht. Wir müssten aber erst mal an der Bergstation eine Zwangspause einlegen, es war wieder mal ein Gewitter im Anmarsch. Wir sind dann auch nur bis zur nächsten Hütte gelaufen und wieder zurück. Zurück hatten wir auch schon das nächste Gewitter im Anmarsch. Nach unserer Blitzerfahrung auf der Staumauer, sind wir auch etwas zügiger gelaufen.

Rotwand und FunBob

Einmal mit der Gondel hoch. Mit dem FunBob, eine Sommerrodelbahn, wieder runter und noch mal wieder hoch. Oben sind wir dann den gemütlichen Familienrundweg gewandert. Für Kinder ist es ideal. Es gibt dort einen großen Spielplatz, Hüpfburg, eine Schlauchrutsche und sogar einen kleinen Kletterpark für Kinder (letzten beiden sind kostenpflichtig).

ENDE in Bamberg

Nach einer Woche Italien ging es dann erst mal nach Bamberg. Warum Bamberg? Weil es auf der Hälfte des Weges bis nach Hause war 😉
Am Dienstag wurde aber aus dem Regenschauer ein Dauerregen. Eigentlich wollten wir am Freitag dann weiter nach Hause fahren, hatten aber am Anreisetag schon auf Donnerstag gekürzt.

Mittwoch dann Bamberg angeschaut und spontan entschlossen – wir fahren heute nach Hause. Eigentlich schade, weil Bamberg wirklich schön ist, aber im Regen schwimmt die Laune davon.
Eben noch fix im Supermarkt Reiseproviant gekauft, Wohnwagen zusammengepackt und ab ging es nach Hause. War im Nachhinein auch eine gute Entscheidung. Wir sind gegen 17 Uhr weggekommen und waren um 21 Uhr am Ziel, wo auch die Sonne schien.

FAZIT:
Es war wieder schön, mit dem Wohnwagen tolle Orte zu entdecken! Südtirol ist auf jeden Fall noch mal eine Wiederholung wert. Es gibt noch eine Menge zu bewandern…