Maltatal in Kärnten, Österreich

Mann mit Kind auf Rücken steht vor dem Stausee Kölnbreinspeicher

Eine Woche vom 11.07 bis 18.07.2017 haben wir in Malta (Kärnten) eingeplant. Am Anreisetag haben wir uns etwas in Gmünd umgeschaut, der Geburtsort von Porsche. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit, und so saßen wir erst mal eine Weile im Auto und haben den Starkregen abgewartet. Gmünd hat eine wunderschöne kleine Altstadt mit Blick auf eine alte Burgruine Hügel aufwärts.

Der Campingplatz ist schön im Tal gelegen, mit eigenem Restaurant und nettem Personal. Morgens fährt der Chefbauer sogar jeden Tag mit den Gästen eine halbe Stunde mit dem Trecker durchs Dorf. Danach lädt Sake der Ponnymann zum Ponnyreiten ein. Das Reiten war dann auch für Lisa schnell fester Bestandteil der morgendlichen Routine. Wichtig für Camper ist auch das Toilettenhäuschen, welches hier die Bestnoten verdient hat, sauber ordentlich ausgestattet und duschen für Lau so lange man will.

Osnabrücker Hütte

Da für den zweiten Tag in Österreich noch gutes Wetter vorausgesagt war, wollten wir auch gleich eine kleine Wandertour unternehmen. Auf der Suche nach einer Tour sind wir auf die Osnabrücker Hütte gestoßen, welche am Ende von unserem Tal liegt. Wusste vorher gar nicht, dass es überhaupt eine Osnabrücker Hütte gibt. Der Wanderweg startet von der größten Staumauer Österreichs, welche über die 19€ (14€ mit Gästekarte) teure Hochalmstraße zu erreichen ist. Der Wanderweg zur Osnabrücker Hütte  startet an der Staumauer und führt direkt am Kölnbreinspeicher entlang bis zum Ende vom Tal. Hin und Rückweg waren ca. 16km. Lisa ist davon ca. 6 km gelaufen, den Rest durfte sie, wahrscheinlich zum letzten mal, in der Kraxe verbringen. Ich durfte also ca. 10 km mit 25 kg „Gepäck“ laufen, was dann auch grenzwertig ist. Von der Kraft und Kondition geht es noch, aber die Polsterung für die Hüfte ist einfach nicht mehr für das Gewicht passend ausgelegt und es fängt dann doch irgendwann an zu schmerzen.

Das Wetter war bis kurz vor Enden perfekt, und passend an einer Schutzhütte ca. 2 km vorm Ziel fing es leicht an zu regnen. Kein Problem – Mel und Lisa hatten Regenklamotten mit und ich hatte trockene Klamotten im Auto, so ein bisschen Wasser bringt einen ja nicht um 😉
So ein Blitz kann da aber schon gefährlicher werden. Wir wollten ja noch unbedingt auf die Staumauer, und kurz bevor wir die Mauer wieder verlassen wollten, ist unmittelbar in der Nähe der Blitz eingeschlagen. Den Blitz konnte man in dem Geländer hören, es hörte sich wie ein Peitschenhieb an. Zum Glück lief gerade die Kamera und ich habe alles als Videobeweis, vor allem die leicht ansteigende Panik 😛

Wir waren dann auch so ziemlich die letzten vor Ort. Auf dem Weg ins Tal zurück mussten wir dann noch 20 min an der Ampel stehen. Da der Weg teilweise nur Einspurig ist, wird der Verkehr mittels Ampelschaltung geregelt, inkl. Anzeige der Wartedauer.

Wasserfälle

Im Maltatal gibt es eine Menge Wasserfälle, die wir schon auf dem Weg zur Osnabrücker Hütte bewundern konnten. Zwei größere Wasserfälle haben wir uns dann auch genauer angeschaut.

Gößfall

Der Gößfall liegt etwas abseits von der Hauptstarasse. Der Fluss hat mehrere Abschnitte mit verschieden großen Wasserfällen. Der Weg bergauf entlang des Flusses über Stock und Stein ist schön zu laufen und hat Lisa auch mehr Spaß gemacht als der recht langweilige Weg zur Osnabrücker Hütte. Bis nach oben und wieder zurück waren wir auch nur ca. 1,5 Stunden unterwegs.

Fallbach Wasserfall

Dieser Wasserfall ist mit seinen 200 Metern im Maltatal nicht zu übersehen. Direkt an dem Wasserfall ist ein großer Spielplatz und ein Klettersteg. Für den Spielplatz und dem Wasserfall muss man 5€ pro Person bezahlen, was sich aber lohnt. Wir haben dann auch den ganzen Nachmittag dort verbracht. Ich wäre ja auch gerne mal den Klettersteig hoch geklettert, nur war ich dann doch zu geizig 65€ dafür zu bezahlen.

Hängebrücke und Gmünd

Laut Komoot ist als Highlight eine Hängebrücke mit Märchenweg angepriesen. Ist mit dem Auto auch nur ca. 15 min entfernt. Leider seit September 2016 außer Betrieb, genauso der Märchenweg mit Spielplatz. Aber da wir schon mal da waren, hat uns so ein kleiner Weidezaun auch nicht aufgehalten. Wir wollten ja wenigstens die Brücke mal sehen, also zack über den Zaun und ein paar hundert Meter gelaufen. Sah schon alles sehr verlassen aus, aber die Brücke mit Absperrung haben wir gesehen, im Regen.

Da der Regen aber auch zeitig wieder weniger wurde sind wir noch mal nach Gmünd gefahren und haben uns die Burgruine angeschaut. In der Burg gibt es ein Restaurant und einige Künstler haben sich dort nieder gelassen. Bis auf eine freiwillige Spende für den Burgturm ist das Betreten und Auskundschaften der Burg kostenlos. Ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall.

Eselpark

Nicht zu vergessen der Eselpark 🙂
Man bezahlt ein mal Eintritt und kann dann jeden Tag bis Oktober so oft man möchte den Park besuchen.

Esel mit Jungem